Ein etwas anderer Testbericht – Teil 2/3

Ein etwas anderer Testbericht – Teil 2/3

Da wir bekannterweiße noch nicht mit euch in den Schnee können und dort mit euch über die neusten Highlights der Wintersportfirmen zu fachsimpeln, stellen wir euch diese in Form eines Blogs vor. Unser Teamer Marc hat sich bei den Firmen einmal umgeschaut und je ein Teil rausgesucht, was für ihn das Highlight in dieser Wintersaison ist. 

Im zweiten Teil stellen wir euch die Neuheiten von Fischer, Head, Leki und K2 vor. Der erste Teil der sich mit den Produkten von Atomic, CEP, Dynastar und Elan befasst, findet ihr hier.

Fischer

Bei der Firma Fischer begutachten wir heute mal keine Ski, diese sind auch in allen Kategorien und Einsatzgebieten sehr empfehlenswert, wir schauen mal nach Skischuhen, denn Fischer ist der einzigste Hersteller, die Euch die Schuhe komplett in beide Richtungen anpassen können. Jeder andere Skistiefel kann an Knöchel, Kahnbein, Halux verformt und breiter gemacht werden, bei Fischer kann man die Schale auch enger machen. Dieses System nennen sie FullVacuum Fit. Hierbei wird die Schale im Backofen aufgeheizt, anschliessend mit Kühlpads runtergekühlt und mit sogenannten Vacuum-Überziehschuhen (Astronautenschuhen) 7 Minuten tiefgezogen (Das ist so als wenn meine Oma früher Obst und Gemüse eingefroren hat). Hierbei passt sich die komplette Schale samt Innenschuh an den Fuß samt Bein an. Sozusagen schmiegt es sich an. Das Fahrgefühl mit so einem Schuh? Muss man einfach erlebt haben!

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Welchen Stiefel man benötigt, hängt vom jeweiligen Einsatzbereich ab: für Gelegenheits-Fahrer und entspannte Pistenabfahrten ist der Tragekomfort wichtiger als die Funktionalität. Hierbei darf der vordere Teil ruhig weicher sein. Bis maximal 90er und 100er Flex.  Für sportliches, direktes Fahren auf den Pisten und Freeriden nehme Ich am besten einen bisschen härteren Schuh mit festerem Flex. 110er und 120er Flex.Und der ideale Begleiter für hohes Tempo und aggressives Racing ist dann der Rennschuh mit einem Flex von 130 aufwärts. 

Wenn wir vom Flex reden meinen wir den Härtegrad der Schale des Skischuhs. Je höher dieser Wert, desto steifer sind die Schuhe vorne am Schaft.Zusätzlich ist zu beachten das man beim Härtegrad auch das jeweilige Körpergewicht beachten soll. Je schwerer die Person umso höher kann man mit dem Härtegrad des Schuhs gehen. (Eine schwere Person drückt einen weichen Schuh komplett durch)

Die Unterschiede zwischen den Flex-Werten sind teilweise sehr unterschiedlich.Man kann sie leider nur innerhalb der einzelne Firmen vergleichen, nicht untereinander, da diese Flex-Angaben keiner DIN-Norm unterliegen. 

 

 

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©Fischer
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©Fischer

Ganz wichtig sind ein paar Punkte, die man bei jedem Skischuhkauf beachten kann. 

  • Sich eine Einlegesohle für stabilen, satten, festen Halt anfertigen lassen. (Die Sohle ist das Fundament für den Skischuh.)
  • Falls dies nicht der Fall ist vom Fachmann händisch vermessen lassen. Ggfls. den Innenschuh herausnehmen und in die Schale stellen.
  • Eine gute Analyse mit Scanner und Vermessung ist unabdingbar. 
  • Eigene Skisocken mitnehmen, um sein Gefühl im Schuh zu haben. Wir empfehlen dünne Kompressionssocken für perfekte Kraftübertragung.
  • Am besten in den gut sortierten Fachhandel gehen. (Wir vermitteln gern und geben Tipps)
  • Perfekter Sitz für optimale Kraftübertragung und maximale Kontrolle
  • warm und wasserdicht
  • Komfortables Trage- u. Fahrgefühl

Unterschieden wird auch in Damen-, Herren- und Kinderskischuhen. Damen-Schuhe sind für schmälere Füße gemacht, allerdings dürfen auch Männer mit kleinen, schmalen Füssen zu den Damen-Modellen greifen, wenn diese besser passen. Andersrum natürlich auch. Außerdem weisen Damen-Modelle oft einen niedrigeren Flex auf.  Bei den Kinderschuhen stehen auch ebenfalls geringere Härtegrade auf der Ware, um die Kids entspannt, mit ganz viel Spass und ohne schmerzende Schuhe für den Schneesport zu begeistern. 

Und der wichtigste Tipp zum Ende: Es zahlt sich nicht aus, die Skischuhe vorsichtshalber ein bisschen größer zu kaufen. Denn der Innenschuh weitet sich beim Tragen, so dass der Schuh schon bald nicht mehr gut sitzt

Head

Die Österreicher der Firma Head lassen diese Saison Strom durch die Skier fliessen.

Dieses sogenannte EMC (Energy Management Circuit) hat das Ziel Vibrationen im Ski zu filtern. Weniger Vibration und Schwingungen verbessern die Laufruhe und das Lenkverhalten unserer Latten. Dafür macht sich Head ein Phänomen zunutze, dass auf eine Entdeckung im Jahre 1880 zurück geht.

Die elastische Verformung bestimmter Materialien führt zu einer elektrischen Spannung. Druck wird in Spannung umgewandelt und umgekehrt. (Siehe Gasfeuerzeug, bei dem ein kleiner Hammer einen Funken auslöst.)Durch das Verwinden und Durchbiegen der Ski während der Abfahrt wird kinetische Energie in elektrische umgewandelt. 

Dafür gibt es vor und hinter der Bindung keramische Plättchen, von denen aus Carbon-Graphene-Schleifen ca. 15-20cm Richtung Heck des Skis zu einem Widerstand laufen.  Das sorgt dafür, dass jeder Ski über ein System verfügt, welches Vibrationen schneller schluckt.

Wir stellen euch die nächsten Male gerne die 5 angebotenen Allround-Hochsportlichen Versionen vor. Diese wären E-Original, E-Titan, E-Speed, E-Rally und E-Magnum. Erhältlich je nach Modell in den Mittelbreiten von 66-84 Millimetern, mal mit breiter Schaufel zum in den Schnee fräsen, mal zum schnellen langen Turn fahren mit weniger Schaufel. 

Unserer Meinung nach wird der Magnum der bestimmt am meist benutze sein, denn er stellt schon wie in der Vergangenheit die „eierlegende Wollmilchsau“ dar. 

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©Head
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©Head

Leki

Von der Firma Leki, unserem Partner mit Skistöcken gibt es verschiedene Arten, Ausführungen und Einsatzbereiche für das mit wichtigste Utensil im Schnee. Dem Stock!

Meist wird über ihn gar nicht so viel berichtet bzw. den meisten ist es gar nicht bewusst was ein Stock leisten kann. Sie unterstützen den Bewegungsablauf und die Balance, dienen als Stütze beim pausieren und wenn es weiter geht helfen Sie beim anschieben.

Allgemein gilt für Stöcke: je leichter und stabiler, umso besser. Alu und Carbon sind die meisten Baustoffe für den Schaft. Alu ist günstiger in der Herstellung, daher auch meistens preiswerter im Laden. Von der Robustheit her kann ein Alu-Stock schneller verbogen werden, lässt sich aber meistens in seine Ausgangsform zurückfordern. 

Carbon hingegen verformt sich nicht, ist kraftschonender beim Stockeinsatz und springt bis zu einer gewissen Belastung in seine Ursprungsform zurück. Ein weiterer Punkt ist die Leichtigkeit, wir haben diese Art von Stöcken auch immer auf unseren Touren und beim Freeriden dabei. Teleskopstöcke lassen sich platzsparend an unseren Rucksäcken bei Kletterpassagen befestigen, haben aber wegen mehreren Bauteilen größere Abnutzung und sind anfälliger bzgl. Verschleißteilen. 

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© Leki

„Sicherheit auch beim Skistock“

Wichtig bei allen Stöcken sind die Griffe. Die einfachen sind aus Kunststoff, hochwertiger sind solche mit Gummi- oder Schaumstoffmischungen. Diese liegen angenehmer in der Hand und sorgen für einen guten Grip.

Bei den Schlaufen der Griffe ist wichtig eine einfache Verstelleinheit des Bandes zu haben, damit man die Länge gut anpassen kann, um problemlos umfassen zu können um keine drückenden Abdrücke zu haben.

On Top gibt es von Leki noch ein Trigger-System. Hierbei wird der Stock mit einer Schlaufe am Handschuh fixiert oder die kleine Schlaufe ist direkt am Leki-Handschuh zwischen Daumen und Zeigefinger vernäht. Hierbei kann man die große Handgelenkschlaufe getrost weglassen. (Andernfalls passt sich diese über jeden Skihandschuh aller Hersteller an)

Zwei Vorteile dieses Systems, sind die einfache Lösung vom Stock mittels Knopfdruck und die automatische Auslösung bei hoher Kraftübertragung vom Stock um Verletzungen vorzubeugen.

Oft bekommen wir auch Fragen zur richtigen Stocklänge gestellt. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Meistens richtet sich diese auch nach dem Einsatzgebiet der Stöcke im Schnee oder des persönlichen Geschmacks. 

Als Anhaltspunkt oder Faustformel gilt es die Körperlänge mal 0,7 zu nehmen. Die meisten nehmen auch gerne den umgedrehten Skistock unterhalb des Tellers und schauen dann das in dieser Position der Ellenbogen im rechten Winkel ist. 

Sportliche Fahrer nehmen nach unserer Erkenntnis die Stöcke eher kürzer, auf Tour und im tiefen Schnee kann ein durchaus längerer Stock Vorteile mit sich bringen.

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© Leki
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© K2

K2

Wer die amerikanische Skifirma mit Hauptsitz in Seattle kennt, weiß dass Sie schon immer anders als die anderen war. 

Während alle Firmen Weltcup- u. Rennmodelle bauen, möchte K2 seit Jahren schon den Menschen Material zur Verfügung stellen, welches 24 Stunden, sieben Tage die Woche und Winter-Monate hinweg auf allen Pisten, Bergen und Geländearten Lachen in die Gesichter zaubert.

So lassen die Amerikaner All-Mountain Terrain hinter sich und gehen mit der neuen Serie an den Start, um die Fliehkräfte auf Ski zu erleben und Abfahrt für Abfahrt präzises Handling und maximalen Spass auf den Schnee zu zaubern… ohne Weltcup Punkte und Siegertreppchen.

In der aktuellen Saison heisst dieses Ergebnis: DISRUPTION. Diese Serie besticht mit genialem Kantengriff und dank seinem „Dark Matter Damping“ mit einfühlsamer Kantenführung auf harten Pisten.

Dieses DMD ist das Zentrum der Technik in der neuen Disruption Serie. Dahinter verbirgt sich eine Technik, die verschiedene Materialsandwichs aus Dämpfungsmaterial und Carbon entlang der Kanten platziert. DMD reduziert die Vibration am Ski und stellt super Kantenkontakt auf eisiger, harter Piste her. Dadurch lassen sich die Ski noch stärker belasten und wie noch nie zuvor in Kurven einleiten.

Die Power-Wall-Technologie sorgt hierbei für eine direktere Kraftübertragung durch verstärkte Seitenwangen die mittig im Holzkern verarbeitet sind.Für zusätzliche Stabilität sorgt Cargon I-Beam oder Titanal I-Beam, je nach Modell.

Wir freuen uns und hoffen Euch das neue Material im April nochmal präsentieren zu dürfen, denn lt. Meinungsbildnern und K2 Tech-Reps gehen die Ski ab wie „Schmitz-Katze“ und liegen im Schnee wie ein Formel 1-Bolide.

UNSERE REISEN MIT MATERIALTEST

Ski- & Snowboard- Springdays am Stubaier Gletscher

Donnerstag, 22 Apr 2021 - Samstag, 24 Apr 2021
Veranstaltungsort: Stubaier Gletscher
Preis: € 299.00