Ein etwas anderer Testbericht – Teil 3/3

Ein etwas anderer Testbericht – Teil 3/3

Nun kommen wir bereits zum dritten Teil unseres Testberichts im Winter 20/21. Unser Teamer Marc berichtet euch von den Wintersportmarken Nordica, Rossignol, Salomon, Völkl und Zipps. Auch in unserem letzten Testbericht erfahrt ihr interessante Details über die neusten Modelle im Bereich Ski und Skischuhe. Von unserem Partner Salomon stellen wir euch einen Tourenski vor und diesmal greift Marc noch das Thema Skiwachs auf, hier hat einer der Tophersteller seinen Sitz direkt bei uns in der Nähe im Westerwald. 

Den ersten Teil der sich mit den Produkten von Atomic, CEP, Dynastar und Elan befasst, findet ihr hier und den zweiten Teil mit den Neuheiten von Fischer, Head, Leki und K2 findet ihr hier.

Nordica

Bei unseren italienischen Freunden von Nordica geht es auf unseren aktuellen Reisen nicht nur um Ski (diese sind auch immer durch alle Kategorien top und absolut empfehlenswert) diesmal stellen wir Euch einen Skischuh vor, den wir schon im Laden unseres Partners Sport- u. Modehaus Kaps Probe tragen durften. Auf den Schneeeinsatz warten wir noch.Doch auf den folgenden Zeilen dürft Ihr Euch über diese Neuheit schon mal einlesen.

„Return of Heckeinstieg“, darauf haben Skifans Jahre gewartet, machte uns schon stutzig bei der ersten Ankündigung und wir dachten direkt an die Heckeinstiegsschuhe der 80er und 90er.

©Nordica
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©Nordica
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©Nordcia
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Die waren für damalige Verhältnisse absolut top, bequem und State of Art. Doch mit den Jahren bewährten sich die Vielschnaller, neue Passformen und Verstellmöglichkeiten samt Materialien, so dass diese schnell in Vergessenheit gerieten bzw. gar nicht mehr verkauft und beworben wurden. Es waren immer mal eine handvoll Leute, die pro Saison danach fragten, doch wir konnten sie überzeugen einen sportlicheren Schuh zu kaufen, um leichter und besser Ski zu fahren.

Aber zurück zu dem Heckeinsteiger. Nordica ist es gelungen, Skischuhe zu entwickeln, mit denen passionierte Skisportler auch im fortgeschrittenen Alter ihre Leidenschaft Schneesport verfolgen können. Ingenieure und Produktmanager haben einen Schuh gebastelt, der mit Komfort, Sitz und Passform an einen modernen 4-Schnaller herankommt. Namentlich die HF-Serie. HF steht für Handsfree. 

In diese Schuhe kann man, ohne die Hände zu benutzen ein- u. aussteigen. Die Sportlichkeit lässt dabei nicht zu wünschen übrig. Die sogenannte Monolock-Verriegelung (befindet sich im hinteren Schalenbereich) wird mit dem Skistock oder dem Fuß nach unten beim zu machen und oben beim Aufmachen gedrückt. Und das klappt auch im Stehen, ohne Bücken und ohne die Hände zu benutzen. Zusätzlich ist die Öffnung um ca. 35% weiter als bei herkömmlichen Skischuhen. Ein hochwertiger Kork-Innenschuh, den man auch noch thermisch anpassen kann, weilt im Gehäuse, wo die Verbindungen perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Also nichts wie los und mit den Gedanken daran wieder in den Skisport einzusteigen. Dieser Schuh und diese Materialkombination bieten einen unübertroffenen Seitenhalt und perfekte Kontrolle, mit der man die nächsten Schwünge ideal steuern kann.

Rossignol

Beim französischen Hersteller dreht sich alles um Helden und Heldinnen. Die Serie Hero Elite. Diese gibt es in unterschiedlichen Aufmachungen, die wir Euch mit den nächsten Zeilen näherbringen möchten.

Um unsere beste Leistung auf den Schnee zu bringen benötigen wir Material mit Stabilität, Laufruhe, Spurgenauigkeit, Kantengriff und die Experten und Rennläufer unter uns noch Bissigkeit. Ohne diese würden wir ziemlich alt aussehen und nur übers gefrorene Element rutschen.

Jetzt gibt es ja meistens keine „aalglatten“ Pisten, sondern unsere Spielwiesen warten mit Unebenheiten, Spurrillen, Schneehaufen und Änderungen im Gefälle auf uns. Diese sorgen dafür, dass unsere Skier sich in alle Richtungen verwinden und verbiegen. Meistens wird der Begriff „Flattern“ dafür verwendet.

Hier sind nicht selten Kontrollverlust der Skier bis hin zu stürzen die schlechteste Alternative.

Rossignol, bastelt wie alle anderen Hersteller auch, an den besten Lösungen, um unsere Skier laufruhiger zu machen. Die Dynamic Line Control Technologie, wie Rossignol ihr einzigartiges Aushängeschild nennt, arbeitet mit einem vollhydraulischen Shock-Absorber, der Schläge dämpft und Vibrationen absorbiert. Selbst unser deutsches Ski-Ass Thomas Dreßen vertraut hierauf und der Streif-Sieg spricht für das Nonplusultra vom Material.

Hierbei gehen die Franzosen einen total anderen Weg. Normalerweise wird in der Konstruktion des Skis alles, was den Ski stabilisieren soll, flach im Ski verbaut. Der Volksmund spricht hier von einer Sandwich-Bauweise, als wenn man Käsescheiben oder Frika-Scheiben in den Burger legt. 

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©Rossignol

Als bisher einziger Ski-Hersteller stellt sich Rossignol hier quer, oder besser gesagt: dreht quer. Und zwar um neunzig Grad. Alle Hero-Modelle sind mit einer Titanal-Power-Rail ausgestattet, die hochkant mittig in der gesamten Skilänge in den Holzkern eingearbeitet ist und von einem Shock-Absorbierer aus viskoelastischem Gummi eingelegt ist. Durch diese LCT-Technology wird der Ski torsionssteifer gemacht und bringt die nötige Laufruhe auf der Piste.

Hier die Modelle der Hero-Reihe.

  • ST TI (Short Turn – Titanium)
    Für unsere Slalom-Spezialisten, die alle kurzen Schwünge ständig aneinanderreihen. Agil, spritzig, bissig.
  • Plus Ti
    Ähnlich wie der ST TI im Kurzschwung angesiedelt, aber deutlich breiter. Hierbei sorgt die breitere Schaufel für eine schneller Schwungeinleitung und die breitere Mittelbreite unter der Bindung für eine erhöhte Stabilität.

    Kurze Längen = Tendenz Richtung SL-Ski

    Längere Längen = Tendenz Richtung RC (Racecarver) 
  • MT Ti
    MT steht für Multiturn, welches uns Skifahrern einen flexiblen Einsatz über den kompletten Pistentag gibt. Er cruist mit uns von morgens 8 bis Nachmittag 17 Uhr, hält bei hohen Geschwindigkeiten still und erlaubt uns kurze oder lange Schwünge in den Schnee zu zaubern. 

Wie ihr lest, könnt Ihr auf unseren Reisen mit den Hero-Elite Modellen zu den Helden der Piste werden.

Salomon

Bei Salomon haben wir uns diesmal einen Ski herausgepickt, den wir selbst im Team als Pisten- und auch Tourenski fahren. Den Salomon Quest 92, den es auch in verschiedenen Mittelbreiten gibt. (Das Rocker Profil unseres Skis an Tip und Tail in %: 18 / 12)

Wir haben uns für die leichte, stabile 92mm Mittelbreite entschieden, die uns sehr viel Vertrauen gibt, um auf den harten und eisigen Pisten gut unterwegs zu sein, Buckel in Angriff nehmen zu können oder auf unseren Touren die steilsten Hänge und Rinnen zu erkunden.

Er ermöglicht uns eine geschmeidige Schwungeinleitung und geht bei kürzeren Schwüngen auch leichter von Kante zu Kante, den angegebenen Radius von 16m schaffen wir bei guter Oberschenkelmuskulatur spielend. 

Salomon setzt eine C/FX-Technologie mit doppelter Carbonverstärkung ein, um die Vibrationen einzudämmen und in der Skispitze wirkt ein Cork Damplifier wie ein Stoßdämpfer bei noch geringerem Gewicht. Die Absorbationseigenschaften von Kork sind fast dreimal so hoch wie die von Koroyd. 

Zusätzlich sorgen durchgehende Sandwich-Seitenwangen für Stabilität und Präzision bei höheren Geschwindigkeiten auf der Talabfahrt Richtung Mutterberg bzw. Einkehrschwung zur Dresdner Hütte. 

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© Salomon
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© Salomon

Völkl

Der einzig noch in Deutschland, Bayern, oder genauer gesagt in Straubing produzierende Skihersteller hat mit der Deacon-Reihe eine Art von Skiern ins Leben gerufen, die in diesem Winter nochmal erweitert wurde, um auf Skier zu setzen, die in allen Situationen gut funktionieren. Wir möchten Euch diese hiermit vorstellen. 

Beginnen wir mit der technologisch, hochwertigsten Ausstattung, dem Deacon V-Werks.Bei dem Ski handelt es sich um die High-End Variante des schon ohnehin extrem luxuriösen Deacon 84. Er ist baugleich mit diesem, nur wird hier das Fiberglas durch Carbon ersetzt.

Dieses wird nicht wie sonst üblich als Vlies eingearbeitet, sondern die Bayern sticken es so ein, dass die Faserausrichtung den Anforderungen an der jeweiligen Stelle des Skis gerecht wird. Beim V-Werks werden die Carbon-Fasern vor allem im vorderen und hinteren Drittel der Ski konzentriert, da die Fahreigenschaften durch das Verhalten von Skispitze und Skiende beeinflusst werden. 

Wesentliche Vorteile sind das noch geringere Gewicht; er bringt es auf 1830 Gramm bei 177 cm Länge ohne Bindung. Damit ist er ein ganzes Stück leichter als der Deacon 84 und ist in Punkto Abstimmung, Kraftübertragung, Aggressivität extrem gut beherrschbar. Diese Vielseitigkeit macht ihn zur richtigen Wahl für sportliche Fahrer. 

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© Völkl

Als Allmountain-Race-Ski zählt der Deacon 74. Er richtet sich vor allem an Fahrer von kurzen bis mittlere Radien. Sportlichere Piloten können bei ihm auf die Pro Variante upgraden, hier sorgt zusätzlich eine 10mm Weltcup-Bindungsplatte für mehr Sportlichkeit und die Stahlkanten sind mit einem Racefinish veredelt.

Damit sind sie nichts für Gelegenheitsfahrer, wobei Skilehrer, Trainer oder hochsportliche Freizeitfahrer an ihm ihr Herz verlieren könnten.

Zu guter Letzt die Allmountain-Pisten-Modelle mit 80 und 84er Mittelbreite. Sie verfügen über 3D Glass und einen Tip-Tail-Rocker, das heißt man steht wie in einer Müslischale vorne und hinten aufgebogen. Auf das UVO (Ultra-Vibrations-Objekt) an der Schaufel zur Eindämmung der Vibrationen wird bei diesen beiden Modellen verzichtet.

Die Kraftübertragung und Spritzigkeit werden durch das IPT Lowride Bindungssystem erleichtert. Bei diesem wird die Bindung technisch aufwändig in den Skikörper hineingebaut, wodurch sie um ca. 400 Gramm leichter ist und 1cm geringer vom Stand. Dieses gibt dem Piloten einfachere Kantenwechsel und mehr Agilität. Den 80er sehen wir klar auf der Piste präferiert, den 84 eher im Offpiste und Geländeeinsatz.

Sprecht gerne unsere Reiseleiter Jan und Marc an, Jan ist den V-Werks schon als Prototyp in Sölden gefahren, Marc hat den 84er schon oft durchs Gelände gejagt. 

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© Völkl

Zipps Wachs

Immer mit an Bord und in der Garage des Gasteigerhofs sind die Ski-Wachse des heimischen Herstellers Zipps. Seit 2002 gehören diese zu den führenden Herstellern und werden unter der Leitung von Frank Zipp, Gründer des Familienunternehmens hergestellt und stetig weiterentwickelt. Auf diese Wachse vertrauen seit Jahren bekannte Wintersportler sowie diverse Nationalmannschaften und Verbände. 

Ganz neu und pünktlich zum Winter 2020 ist das riesige Sortiment um eine absolute Neuheit reicher geworden. Mit dem fluorfreien TopBase 20 und seiner fluorierten Entsprechung TopBase 20 hat Zipps Produkte im Programm, die auf Basispolymer aufbaut, also eine komplett wachsfreie Kunststoffbeschichtung mit sehr guter Performance, ihre lange Haltbarkeit Geld und Ressourcen spart. 

Schon seit einigen Jahren werden Heißwachse den Kaltwachsen vorgezogen. Es wurde das Bügeleisen hervorgekramt, Wachs aufgeträufelt und verteilt, anschließend mit einer Klinge abgezogen und so weiter... So war es für viele „Ski- u. Materialfreaks“ schwer ein neues System an sich heranzulassen.

Dabei ist das Flüssigwachs eine hervorragende Alternative und leicht und unkompliziert in der Handhabung. Zipps erkannte dieses und versuchte sich als sogenannter Vorreiter in der Entwicklung der schnelleren und haltbarer Kaltwachse. Mittlerweile sind diese von Zipps unverzichtbar im Sortiment, spielend anzuwenden, ermöglichen höhere Geschwindigkeiten und sind zusätzlich sparsam im Verbrauch.

Sprecht uns ruhig darauf an, wir zeigen Euch die Wachse, die Euch schneller den Ski oder das Board drehen lassen und ihr meistens eine Kurve weiter unten am Berg seid…. 

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© Zipps Wachs

Das war unser Skitours Stubai Materialtest, diesmal nur in Schwarz auf Weiß und in drei Teilen. Wir glauben Euch damit ein bisschen Geschmack auf das neue Material gemacht zu haben und wünschen uns allen, dass wir vielleicht Ende April nochmal das Stubaital mit unserem Praxistest mit Euch genießen können.

Falls nicht, hoffen wir das es ab Herbst 2021 wieder besser wird und wir Euch alle live in unseren Bussen Richtung Berge begrüßen dürfen. Hier schon die ersten Termine zum in den Kalender eintragen für den Winter 21/22. 

SAVE THE DATE

22.-24.04.2021 Ski- u. Snowboard- Springdays im Stubaital inkl. Materialtest

08.-10.10.2021 Ski- & Snowboard- Opening am Hintertuxer Gletscher

22.-24.10.2021 Ski- u. Snowboard- Worldcup- Weekend in Sölden inkl. Materialtest 

22.-24.11.2021 Ski- u. Snowboard- Opening im Stubaital inkl. Materialtest